Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung erhielt Werner Gropp im Rahmen eines Gottesdienstes in der Andreaskapelle am Passauer Dom, zusammen mit acht weiteren Teilnehmern entsprechende Urkunden und wurden mit diesem Dienst beauftragt.
„Heute ist ein besonderer Tag! Der erste Ausbildungskurs zum Notfallseelsorger findet mit Ihrer heutigen Aussendung sein Ende. (…) Sie wollen jetzt Ihr Herz in Not geratenen Menschen zur Verfügung stellen, um ihnen beizustehen.“ Mit diesen Worten begrüßte der Hauptzelebrant Domkapitular Gerhard Auer, Abteilungsleiter Seelsorge und Begleitung, die Ausgesandten zu Beginn des Gottesdienstes.
Vor der feierlichen Aussendung mit Urkundenübergabe richtete Pfarrer Andreas Rembeck in seiner Predigt das Wort an die neun Frauen und Männer. Bei der Notfallseelsorge gehe es nicht um blinden Aktionismus, so wie es heute oft der Fall sei, sondern darum, Halt und Stabilität zu geben und mit Einfühlungsvermögen für die Menschen da zu sein. „Es geht darum, die Situation wahrzunehmen und die Menschen darin zu bestärken, wo sie es brauchen. (…) Als Christinnen und Christen sind wir im Kern unseres Glaubens Notfallseelsorger.“
Was aber leisten pastorale Notfall-Seelsorger, die im Rahmen einer psycho-sozialen Notfallversorgung (kurz: PSNV) zum Einsatz kommen? Nun, durch den Tod einer nahestehenden Person oder einem dramatischen Ereignis wie beispielsweise schwere Unfälle im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz geraten Menschen unvorbereitet in eine psychische Extremsituation. Dabei unterstützen sie im Rahmen einer psycho-sozialen Notfallversorgung (kurz: PSNV) die Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdienst, indem sie Angehörigen und Betroffenen Beistand im Akutfall leisten. Darauf wurden sie in vielen Unterrichtseinheiten umfassend und intensiv ausgebildet.



