Chororgel Sanierung - zur Ehre Gottes
„Chororgel“ der Stiftspfarrkirche bedarf dringender Sanierung und wird bis Ostern generalüberholt.
Die Orgel wird bekanntlich als Königin der Musikinstrumente bezeichnet und umrahmt mit ihren wunderbaren Klängen die kirchliche Liturgie. Eigentlich war für die Gottesdienstbesucher der Altöttinger Stiftspfarrkirche nur der prächtige Orgelprospekt der Jannorgel sichtbar (Orgelprospekt Barockprospekt von 1724 Johann Georg Fux, Donauwörth, also: barocke Orgelprospekt in dem die neue Jannorgel von 2000 steht), der man sowohl am Spieltisch auf der Orgelempore wie auch am weiteren Spieltisch neben dem Hochaltar (von diesem unteren Spieltisch ist nur die Chororgel spielbar) die höchsten und tiefsten Töne entlocken konnte.
Dass hinter dem Hochaltar in zweistöckiger Etage, von einem Vorhang verdeckt, sich zusätzliche 1968 Orgelpfeifen auf 29 Register verteilt befinden (es handelt sich um die vormaligen Orgelpfeifen der Hauptorgel aus dem Jahr 1903 von der Orgelbaufirma Martin Hechenberger installiert), in verschiedensten Größen aus Holz und Metall wie Zinn-Bleilegierung, die als sogenannte „Chororgel“ bezeichnet wurde, wussten nur „Insider“. Dazu gehört der ehemalige Stiftsorganist Maximilian Jäger, der ab 2013 für elf Jahre die Kirchenmusik in Altötting mitprägte und jetzt als passionierter Orgel-Fachmann und Sachverständiger in Passau eine Festanstellung bekam.
Das „Sorgenkind Chororgel“ in der Altöttinger Stiftspfarrkirche — ab 2019 war der Spieltisch neben dem Hochaltar wegen technischer Mängel verweist und konnte aus Sicherheitsgründen wie versicherungstechnischen Brandschutz-Auflagen nicht mehr benutzt werden — bedurfte einer dringenden Generalüberholung, Sanierung und Reinigung. Dies stieß beim jetzigen Altöttinger Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl, der sich bei Antritt seines Stadtpfarrer-Postens im September 2020 wunderte, warum der Spieltisch neben dem Hochaltar nie verwendet wurde, auf offene Ohren und wird jetzt in die Tat umgesetzt.
So wurde Orgelbaufirma Thomas Jann in Laberweinting/Ndb. kürzlich beauftragt, sich der „kranken“ Chororgel anzunehmen. Der Spieltisch wurde abgebaut und wird derzeit in der Fachwerkstatt generalüberholt. Die Orgelbauer der Firma Jann mit Diakon Nuno Rigaud, Christian Meier sowie Berthold Karl haben jetzt alle Hände voll zu tun, vor Ort, also in der Stiftspfarrkirche, im geplanten Zeitraum bis Ostern die verschmutzten Orgelpfeifen auszubauen, mit Spülwasser zu reinigen und trocknen zu lassen.
Dafür eignet sich der abgesperrte Vorraum zum Romanischen Portal sehr gut, wie die Fachmänner bestätigen. Denn hier kann man die durchnummerierten Orgelpfeifen fachmännisch aufreihen. Diakon Nuno Rigaud, der heuer auf seine 40jährige Berufslaufbahn als Orgelbauer zurückblicken kann und auch noch sein 25-jähriges Jubiläum als Diakon feiert, versicherte schmunzelnd beim Pressetermin mit Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl, Jann-Orgel-Firmenchef Thomas Jann, dem Orgel-Sachverständigen Maximilian Jäger, Stiftskapellmeister Stephan Thinnes, Kirchenpflegerin Andrea Schweer sowie Verwaltungszentrums-Leiterin Steffi Stühler: das Raumklima in der Stiftspfarrkirche ist gut, das zeichnet sich an den vielen Spinnweben ab, die verteilt auf den zwei Raum-Etagen (die obere befindet sich in achteinhalb Metern Höhe) für die Orgelpfeifen vorgefunden wurden und die nun abgesaugt und der Holzboden feucht gereinigt werden muss.
Für Stadtpfarrer Metzl nur ein kleiner positiver Aspekt – jedenfalls freuen sich alle Verantwortlichen, wenn die Chororgel der Stiftspfarrkirche — grundsaniert, die Orgelpfeifen von Ruß und Staub befreit, der Spieltisch technisch generalüberholt, die Orgel auf perfekte Töne gestimmt – das österliche Gloria erklingen lässt, vielleicht im Zusammenspiel mit den Orgelpfeifen der großen Jannorgel auf der Orgelempore der Stiftspfarrkirche als perfekte Klanggebung zur Ehre Gottes und Freude der Gläubigen.
So eine Orgel-Generalsanierung kostet viel Geld. Wir sagen Ihnen im Namen von unserem Stadtpfarrer Dr. Klaus Metzl ein herzliches Vergelt’s Gott für großherzige Spenden.
Spendenkonto: IBAN DE 90 7116 0000 0001 4178 35