Mariä Heimsuchung

Ein Drehort für den Eberhofer

Altötting Pfarrverband am 05.02.2026

Info Icon Foto: Franz Jetz
Der Höhepunkt des Frauenbundfaschings: Der nachgestellte Eberhofer-Krimi

Märchenstunde und Kino beim Faschingsball des KDFB Unterholzhausen

Der Holz­hau­ser Wei­ber­fa­sching“ ist längst eine Insti­tu­ti­on in Sachen gran­dio­ser Ein­la­gen und des­halb nicht nur bei den Dorf­be­woh­nern, son­dern auch bei der Geist­lich­keit und den Mit­glie­dern des Alt­öt­tin­ger Stadt­rats beliebt – nicht nur im Wahl­jahr, wie die KDFB-Vor­sit­zen­de Mari­an­ne Speck­ba­cher bei ihrer Begrü­ßung betonte. 

Für bes­te Stim­mung sorg­te zum zwei­ten Mal die 2‑Mann-Band Radio Down­town“ – und das mit mehr zeit­li­chem Anteil als sonst, denn es gab – dem kur­zen Fasching geschul­det – ein paar weni­ger Ein­la­gen als sonst: Den Beginn mach­te der Mädels-Stamm­tisch“ mit einer lus­ti­gen Nach­er­zäh­lung des Mär­chens vom Aschen­put­tel (Lisa Unter­hu­ber) und dem Prinz, vo dem olle dra­man”, weil er soo schee is” ali­as Regi­na Eibels­gru­ber. Dann schwan­gen die Gäs­te wie­der eif­rig das Tanz­bein, bis die bei­den Ratsch­k­athln (Mari­an­ne Speck­ba­cher und Nico­le Epp­ner) die span­nends­ten Neu­ig­kei­ten des Dor­fes zum Bes­ten gaben.

Die Bedeu­tung guter Sturz­pro­phy­la­xe ange­sichts diver­ser Stür­ze von älte­ren, aber auch jün­ge­ren Dorf­be­woh­nern mach­te den Anfang. Von Bür­ger­meis­ter Ste­phan Ant­wer­pen erhoff­ten sich die bei­den zwei neue Bäu­me: einen Zwetsch­ge­n­baum für die Speck­ba­chers, den der Biber auf dem Gewis­sen habe, und einen neu­en Baum für die Jugend­feu­er­wehr, den der über­eif­ri­ge Bau­hof nie­der­ge­mäht” habe. Auch die First Lady von Alt­öt­ting kam nicht ganz unge­scho­ren davon, da sie offen­bar Nach­hil­fe beim rich­ti­gen Bin­den der Dirndl­schür­ze brau­che, um nicht hei­rats­wil­li­ge Män­ner anzuziehen.

Für Begeis­te­rung sorg­ten die vie­len tol­len Ver­klei­dun­gen bei den bei­den Rat­sch­wei­bern: Ein beson­ders Muti­ger habe sich sogar ganz genau wie Stadt­pfar­rer Dr. Klaus Metzl ver­klei­det! Sel­bi­ger, der natür­lich in Wahr­heit wie gewohnt ohne Ver­klei­dung anwe­send war, wur­de außer­dem für sei­ne rasan­te Fahr­wei­se aufs Korn genom­men — und er sei hin­sicht­lich sei­ner eher unge­woll­ten run­den Geburts­tags­fei­er Opfer der eif­ri­gen Hell Lui­se gewor­den, die alles orga­ni­siert und ihm kei­ne Wahl gelas­sen habe. Zumin­dest sei so alles mit einer Fei­er erle­digt gewe­sen, wäh­rend der Mai­er Rudi mit der Feie­rei sei­nes run­den Geburts­tags immer noch nicht fer­tig sei.

Wei­te­re The­men waren die vie­len anste­hen­den Wah­len — von der Feu­er­wehr über den Pfarr­ge­mein­de­rat bis hin zum Frau­en­bund, der eine neue Kan­di­da­tin für den Vor­sitz suche. Schließ­lich gebe es auch noch einen neu­en Ver­ein im Dorf namens Mitt­wochs­rad­ler”, für den es nur drei Kri­te­ri­en brau­che: E‑Bike, Smart­phone, männlich.

Den Höhe­punkt des Abends stell­te ein ganz beson­de­res Film­pro­jekt dar, der die feh­len­den Auf­trit­te der Tanz­grup­pe und Män­ner mehr als wett mach­te: Unter der Über­schrift Unser Hoiz­hau­sen — Do bin I dahoam” hat­te die Dorf­ge­mein­schaft — feder­füh­rend orga­ni­siert und umge­setzt von Alex­an­der Wal­schwink­ler und einem Team von Ü30”-Männern und Frau­en — Sze­nen aus den Eber­ho­fer-Fil­men täu­schend echt nach­ge­stellt. Die Gast­stu­be des Gast­hau­ses Hin­ter­ber­ger eig­ne­te sich per­fekt für die Sze­ne, bei der sich der Eber­ho­fer mit sei­nen Freun­den betrinkt und fei­ert. Woll­te man zunächst mit Eis­tee arbei­ten, so muss­te am Ende doch das Ori­gi­nal­ge­tränk — Jacky” — her, damit es auch wirk­lich authen­tisch ist”. Dass die Sze­ne nicht beim ers­ten Mal im Kas­ten war, führ­te unwei­ger­lich zu nicht ganz jugend­frei­en Sze­nen, die zur gro­ßen Erhei­te­rung der Faschings­ge­sell­schaft am Ende als Out­takes” gezeigt wur­den. Die Auto­fahrt mit der Saustei­ge im Schlepp­tau durf­te eben­so wenig feh­len wie das Sau­er­kraut­ko­ma, die Sze­ne mit dem fri­sier­ten Mofa und das Fäl­len des eigens dafür auf­ge­stell­ten Mai­bau­mes am Dorf­platz. Kurz gesagt: Soll­ten für den nächs­ten Eber­ho­fer-Kri­mi noch Dreh­or­te oder Schau­spie­ler gesucht wer­den — in Holz­hau­sen wür­de man auf jeden Fall fün­dig. Nur den berühm­ten Kreis­ver­kehr müss­te man noch bauen. 

Text: Maria Stemmer

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