Mariä Heimsuchung

Die wechselvolle Geschichte der Kreuzwege in der Pfarrei

Altötting Pfarrverband am 10.03.2026

Info Icon Foto: Franz Jetz
Alfred Speckbacher beim Aufhängen der Kreuzwegtafeln

Die Kreuzwegtafeln finden jetzt im Hauptschiff ihren Platz

Am 12. Febru­ar – recht­zei­tig vor Beginn der Fas­ten­zeit – wur­den die bis­her in der Sei­ten­ka­pel­le hän­gen­den Kreuz­weg­bil­der im Haupt­schiff auf­ge­hängt. Sie befin­den sich jetzt wie­der an ihrer ursprüng­li­chen Stelle.

Der aktu­el­le Kreuz­weg wur­de auf Betrei­ben von Pfar­rer Micha­el Dorf­ner ange­schafft, gemalt vom Alt­öt­tin­ger Künst­ler Curt Koch (19001975). Curt Koch kam 1924 nach Alt­öt­ting, und arbei­te­te hier im Ate­lier der Künst­ler­werk­statt Schlee“. Zu Weih­nach­ten 1951 wur­de der Kreuz­weg mit Abschluss der Innen­re­no­vie­rung der Kir­che fer­tig. Die Rah­men wur­den von Engel­bert Hein aus Alt­mühl­dorf geschnitzt, die Fas­sung macht Kir­chen­ma­ler Huber aus Per­ach. Die Kos­ten des Kreuz­wegs wur­den dadurch gedeckt, dass Stif­ter für die ein­zel­nen Bil­der gefun­den wer­den konn­ten. Die­se wur­den auf der Rück­sei­te vermerkt.

Mit der nächs­ten Innen­re­no­vie­rung im Jah­re 1977 wur­de dann unter Pfarr­ver­wal­ter Diet­mar Mil­ler der Kreuz­weg vom Haupt­schiff der Kir­che in die Sei­ten­ka­pel­le gehängt, wo er nun fast 50 Jah­re die Wän­de zierte.

Der 1. Kreuz­weg.
Dies war aber nicht der ein­zi­ge Kreuz­weg. Der ver­mut­lich Aller­ers­te war ein im Jah­re 1795 geschaf­fe­ner, hin­ter Glas gemal­ter Kreuz­weg. Er wur­de schon um die Mit­te des 19. Jahr­hun­derts als höchst unmo­dern und ver­al­tet emp­fun­den. 1854 wur­de er des­halb an die alte Schmidt­ner“ – Bäue­rin in Man­dls­berg (Pfar­rei Win­hö­ring) ver­kauft, die sie für die St. Veit-Kir­che in Berg, Pfar­rei Rei­schach, ver­wen­de­te. Ab 1905 lager­te er dann im Ober­ge­schoß des Schmidt­ner“, um dann 1939 schließ­lich – frisch her­ge­rich­tet — einen Platz in der Kir­che Mariä Him­mel­fahrt“ in Per­ach zu fin­den und dort fei­er­lich geweiht wur­de. Hier kön­nen die als wert­voll ein­ge­schätz­ten Tafeln noch heu­te bestaunt werden.

Der 2. Kreuz­weg.
Der Neuöt­tin­ger Pfarr­pro­vi­sor Joseph Unter­rei­ner, wel­cher damals Unter­holz­hau­sen betreu­te, hat­te 1853 einen neu­en Kreuz­weg erwor­ben. Es war ein Farb­druck – Kreuz­weg von der Litho­gra­phi­schen Anstalt Rudolf Schrei­ner, Mün­chen. 100 Jah­re spä­ter wur­de die­ser Kreuz­weg unter Pfar­rer Micha­el Dorf­ner durch den Heu­ti­gen ersetzt. Der Bis­he­ri­ge ist verschollen.

Quel­len: 
Öttin­ger Land, Jah­res­fol­ge 2010, Band 30, Sei­te 392 (Alo­is Stock­ner)
Geschich­te der uralten Pfar­rei Unter­holz­hau­sen, Franz Xaver Leeb, 1912
Pfarr­chro­nik

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