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Pilgerreise 2018

2018: Altöttinger Pilger besuchen das Heiligtum von Lourdes sowie sehenswerte Orte Burgunds

Auf ihrer neun­ten Pil­ger­rei­se seit 2008 mach­ten sich die Alt­öt­tin­ger Pil­ger­rei­sen­den wie gewohnt unter der geist­li­chen Lei­tung von Stadt­pfar­rer Gün­ther Man­dl und orga­ni­sa­to­ri­scher Feder­füh­rung von Pas­to­ral­re­fe­ren­ten Arnold Hut­te­rer auf zu spi­ri­tu­el­len und kul­tu­rel­len Orten Frank­reichs. Höhe­punkt war der Mari­en­wall­fahrts­ort Lour­des, der zu den Shri­nes of Euro­pe“, den Hei­lig­tü­mern Euro­pas gehört. Um das Pro­gramm zu berei­chern, besuch­ten die Pil­ger aber auch Ars, Avi­gnon, Nimes, Nevers, Vézelay und Fontenay.

Dabei scheu­ten die 29 Teil­neh­mer auch nicht die wei­ten Weg­stre­cken, die zurück­zu­le­gen waren: Von Alt­öt­ting ging es zuerst Rich­tung Ars bei Lyon, der ers­ten Tages­etap­pe. In der dor­ti­gen Basi­li­ka konn­te man tags dar­auf einen ers­ten Got­tes­dienst fei­ern, direkt am Grab des Pfar­rers von Ars, dem hei­li­gen Jean-Marie Vian­ney. Wei­ter ging es nach Avi­gnon, wo der wehr­haf­te Papst­pa­last aus dem 14. Jahr­hun­dert besich­tigt wur­de. Wäh­rend des soge­nann­ten Baby­lo­ni­schen Exils“ der Kir­che von 1309 – 1376 resi­dier­ten hier sie­ben Päps­te und in der dar­auf fol­gen­den Zeit des Schis­mas, der Kir­chen­spal­tung, zwei Gegen­päps­te bis 1403. Die präch­ti­gen päpst­li­chen Zim­mer gaben ein bered­tes Zeug­nis der dama­li­gen Ver­hält­nis­se. Gar nicht so weit vom Papst­pa­last ent­fernt liegt die welt­be­rühm­te Rho­ne-Brü­cke, eben­falls aus dem 13./14. Jh. Die­se, vie­len bekannt durch das Lied Sur le pont d’Avignon…“ wur­de natür­lich auch in Augen­schein genommen.

Über Nimes, einer ehe­ma­li­gen Römer­gar­ni­son mit gut erhal­te­nem Amphi­thea­ter aus dem ers­ten Jahr­hun­dert sowie einem römi­schen Tem­pel sogar noch vor der Zeit Chris­ti erbaut, ging es wei­ter nach Lour­des. Recht­zei­tig kamen die Alt­öt­tin­ger Pil­ger dort an, so dass sie die nächt­li­che Lich­ter­pro­zes­si­on mit­ma­chen konn­ten. Am nächs­ten Tag fei­er­ten die Teil­neh­mer an der berühm­ten Lour­des­grot­te mit wei­te­ren deut­schen Pil­ger­grup­pen einen Got­tes­dienst. An die­sem Ort erschien 1858 die Got­tes­mut­ter Maria der damals erst 14-jäh­ri­gen Ber­na­det­te Sou­bi­rous. In 18 Erschei­nun­gen teil­te sich Maria als Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis“ mit dem Ruf zur Umkehr mit. Den gan­zen Tag über konn­te man die vie­len Hei­lig­tü­mer, die Lour­des zu bie­ten hat, besu­chen. Immer­hin gibt es dort drei Basi­li­ken, einen beein­dru­cken­den Kreuz­weg, unzäh­li­ge Kir­chen, die Mög­lich­keit, Lour­des­was­ser abzu­fül­len, ja sogar im Lour­des­was­ser ein Bad zu neh­men. Chris­ti­ne Hin­ter­s­toi­ßer, die die Pil­ger fach­kun­dig wäh­rend der Rei­se führ­te, zeig­te den Alt­öt­tin­gern auch das Geburts­haus der 1933 hei­lig gespro­che­nen Ber­na­det­te sowie das soge­nann­te Cachot“, ein ehe­ma­li­ges Gefäng­nis, wo die Fami­lie Sou­bi­rous zeit­wei­lig wohn­te. Spä­ter bestand dann die Mög­lich­keit, an der Sakra­ments­pro­zes­si­on sowie wie­der an der Lich­ter­pro­zes­si­on teilzunehmen.

Nach­dem die Pil­ger­rei­sen­den so viel über die hl. Ber­na­det­te erfah­ren hat­ten, stand dann natür­lich auf der nächs­ten Rei­se­e­tap­pe Nevers auf dem Pro­gramm. Dort liegt der unver­wes­te Leich­nam der 35-jäh­rig Ver­stor­be­nen, die nach ihren Erschei­nun­gen in das Klos­ter St.-Gildard der Schwes­tern der Nächs­ten­lie­be ein­ge­tre­ten ist. Tief berührt hiel­ten die Pil­ger vor dem Schrein der Ver­stor­be­nen im Sei­ten­al­tar inne und konn­ten anschlie­ßend neben­an mit Stadt­pfar­rer Man­dl einen Got­tes­dienst feiern.

Anschlie­ßend ging es wei­ter nach Vézelay zur Basi­li­ka mit Reli­qiui­en der Hl. Maria Mag­da­le­na. Die­se ist eine der größ­ten Klos­ter­kir­chen des Lan­des, erbaut ab 1096, berühmt auch für ihre Kapi­tel­le wie die mys­ti­sche Müh­le“ oder Jesus und Judas“, wo Jesus den toten Judas trägt wie der gute Hir­te das ver­lo­re­ne Schaf. Die­se beein­dru­cken­de Basi­li­ka ist ein UNESCO- Welt­erbe genau­so wie das Klos­ter Fon­ten­ay, das tags dar­auf besucht wur­de. Wie für Zis­ter­zi­en­ser­klös­ter üblich, liegt die­ses abge­schie­den am Ran­de eines Wal­des. Die­se sehr gut erhal­te­ne Klos­ter­an­la­ge u.a. mit Abtei­kir­che, Kreuz­gang, Schlaf­saal, Kapi­tel­saal sowie Schmie­de und Gefäng­nis sorg­te für begeis­ter­tes Stau­nen bei den Pil­gern. 1118 hat­te Bern­hard von Clairvaux das Klos­ter gegrün­det, von 1139 – 1147 wur­de die heu­ti­ge Anla­ge erbaut.

Die­se bei­den reli­gi­ös-kul­tu­rel­len Höhe­punk­te wur­den schluss­end­lich noch abge­run­det durch eine Stadt­be­sich­ti­gung Dijons, wo man in der letz­ten Rei­se­e­tap­pe über­nach­tet hatte.

Gestärkt durch die vie­len reli­gi­ös-spi­ri­tu­el­len Erleb­nis­se sowie die gute Gemein­schaft und tief beein­druckt von den vie­len kul­tu­rel­len Sehens­wür­dig­kei­ten Frank­reichs kehr­te die Pil­ger­grup­pe nach Alt­öt­ting zurück.

Arnold Hut­te­rer

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