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Über die Pfarrei

Die Geschichte der Pfarrei Unterholzhausen

Geschichtliche Entwicklung

Holz­hau­sen dürf­te in der Zeit der baju­wa­ri­schen Besie­de­lung (6. Jahr­hun­dert n. Chr.) ent­stan­den sein. Um 1130 wird Holz­hau­sen erst­mals urkund­lich erwähnt. Ein Nach­kom­me Kunos von Mög­ling, des Grün­ders des Klos­ters Au am Inn, schenk­te einen Hof in der Ort­schaft Holz­hu­sen“ den Augus­ti­ner-Chor­her­ren des Klos­ters Au am Inn. Dabei han­del­te es sich um den jet­zi­gen Alten Pfarr­hof“, der sich heu­te im Besitz der Fami­lie Delia­no befin­det. Holz­hau­sen war also schon Jahr­hun­der­te lang eine Expo­si­tur des Klos­ters Au am Inn. Neben der Seel­sor­ge hat das Klos­ter nicht zuletzt auch die Kir­che unter­hal­ten. Der Probst galt als Pfar­rer in Unter­holz­hau­sen, die dor­ti­gen Seel­sor­ger waren juris­tisch sei­ne Vika­re, sie wirk­ten in sei­nem Auf­trag. Seit 1598 wur­den Chor­her­ren aus Au zu Pfar­rern von Unter­holz­hau­sen bestellt. Mit der Säku­la­ri­sa­ti­on wur­de im Jah­re 1802 das Klos­ter Au auf­ge­ho­ben; die Chor­her­ren wur­den ver­trie­ben. Im Janu­ar 1806 traf ein Brief des Königl. Baye­ri­schen Lan­des Com­mis­sa­ri­ats“ ein, in dem kurz ange­bun­den stand: Die­se klei­ne, nur aus 93 See­len bestehen­de Pfar­rei hört für die Zukunft gänz­lich auf, …“ Im nächs­ten Absatz wur­de bestimmt: Die ohne­hin ganz unver­mög­li­che Kir­che ist zu demo­lie­ren, das Mate­ri­al zum Schul­haus­bau in Hei­li­gen­statt zu ver­wen­den und die vor­han­de­nen weni­gen Para­men­te und Kir­chen­zier­den, nebst dem allen­fal­si­gen sons­ti­gen Ver­mö­gen der Pfarr­kir­che in Burg­kir­chen zuzu­tei­len.“ Die Gemein­de wehr­te sich erfolg­reich gegen den Abbruch. Ein muti­ger Hel­fer war ihr damals Pfar­rer Joh. B. Wink­ler von Burg­kir­chen. In den mehr als hun­dert Jah­ren von 1806 bis 1911 war Unter­holz­hau­sen der Pfar­rei Neuöt­ting zuge­ord­net. Seit 1991 exis­tiert die Pfar­rei mit der Stadt­pfar­rei St. Phil­lip­pus und Jako­bus Alt­öt­ting als Pfarr­ver­band. 2008 kam die Pfar­rei St. Josef hin­zu, so dass der Pfarr­ver­band nun aus 3 Pfar­rei­en besteht. Die frü­he­re Gemein­de Rai­ten­hart mit den Orts­tei­len Ober­holz­hau­sen, Unter­holz­hau­sen und Rai­ten­hart wur­de im Janu­ar 1972 in das Stadt­ge­biet ein­ge­mein­det. Alt­öt­ting erwei­ter­te sich also nach Nord­wes­ten an den Inn. In der Pfar­rei Mariä Heim­su­chung, Unter­holz­hau­sen leben aktu­ell 265 Katholiken.

Dorf Unterholzhausen 1912
Dorf Unterholzhausen 1912

Die Pfarrkirche

Die ers­te Kir­che am Ort wird wohl ein Holz­bau gewe­sen sein und dürf­te gut 300 Jah­re gestan­den haben. Die jet­zi­ge Kir­che wur­de von 1460 bis 1476 im spät­go­ti­schen Stil erbaut. Aus die­ser Zeit (1495) stam­men die Figu­ren des Hoch­al­tars: Maria als Him­mels­kö­ni­gin, Hl. Agnes und die Hl. Bar­ba­ra. An den vor­de­ren Halb­säu­len ste­hen rechts die Hl. Katha­ri­na und links die Hl. Kuni­gun­de. An der Wand ste­hen rechts der Hl. Augus­ti­nus, links der Hl. Ambro­si­us. Das Bild mit der Kreu­zi­gungs­grup­pe über der Sei­ten­ka­pel­le ist eine Leih­ga­be der Diö­ze­se Pas­sau. Im übri­gen weiß man bei kei­ner der Figu­ren den Meis­ter. Nur beim Schöp­fer der Plas­tik am Chor­bo­gen rechts: Mariä Heim­su­chung. Die­se Figu­ren­grup­pe aus der Hand des ver­stor­be­nen Sebas­ti­an Brand­stet­ter aus Alt­öt­ting wur­de von ihm 1977 geschaf­fen (Bild unten rechts). Er hat die Dar­stel­lung der Begeg­nung Mari­ens mit Eli­sa­beth nach­ge­schnitzt, wie sie in einem Altar­re­li­ef der Kir­che St. Six­tus zu Hal­tern, West­fa­len, dar­ge­stellt sind. Eine wei­te­re außer­ge­wöhn­li­che Figur der Kir­che ist die Anna Selb­dritt (Anna und Maria mit dem Jesus­kind; Bild unten links). Die Kir­che wur­de 1977 innen reno­viert. Dabei wur­de die goti­sche Raum­scha­le wie­der­her­ge­stellt. Man hol­te die ursprüng­li­che Bema­lung im Chor­raum wie­der her­vor. Die gel­ben Fel­der zwi­schen den Kreuz­rip­pen sind ori­gi­nal 1470 und auch die Ver­zie­run­gen, wäh­rend im Gewöl­be des Kir­chen­schiffs dar­auf­ge­malt wur­de. An der Empo­re wur­de die ursprüng­li­che Sae­co­ma­le­rei wie­der­her­vor­ge­holt: Links befin­det sich die Dar­stel­lung der Stei­ni­gung des Hl. Ste­pha­nus, der Hl. Mar­tin, Mariä Ver­kün­di­gung, der Hl. Dio­ny­si­us sowie der Hl. Vitus. Gewöl­be­schluss­stei­ne (begin­nend beim Altar): Maria mit Jesus­kind, Hl. Bar­ba­ra, Anna Selb­dritt, Hl. Katha­ri­na, Hl. Mar­ga­re­tha. Erwäh­nens­wert ist die alte eisen­be­schla­ge­ne Sakris­tei­tü­re (Gotik), die mit Och­sen­blut imprä­gniert ist. Der Beicht­stuhl stammt aus dem Klos­ter Au am Inn und befin­det sich seit der Kir­chen­re­no­vie­rung im Gotteshaus.

Das Pfarrheim

Das Pfarr­heim wur­de im Dezem­ber 1982 auf die Initia­ti­ve vom dama­li­gen Pfarr­ver­wal­ter Diet­mar Mil­ler fer­tig­ge­stellt. Die Ein­wei­hung fand am 5. Juni 1983 statt. Im Pfarr­heim befin­det sich der Pfarr­saal, der für ver­schie­de­ne Anläs­se der Pfar­rei genutzt wird (Senio­ren­nach­mit­ta­ge, Weih­nachts­fei­ern, Vor­trä­ge etc.). Auch für pri­va­te Fes­te kann der Saal ange­mie­tet wer­den. Anfra­gen hier­zu nimmt das Pfarr­bü­ro ent­ge­gen.
Im ers­ten Stock sind das Pfarr­bü­ro, sowie zwei Club­räu­me für Sit­zun­gen, MuKi-Grup­pe, Chor­pro­ben usw.) untergebracht.

Vereine & Verbände

In der Pfar­rei Unter­holz­hau­sen gibt es fol­gen­de Ver­ei­ne und Verbände:

  • Katho­li­scher Frau­en­bund Unter­holz­hau­sen (Vor­sit­zen­de: Mari­an­ne Speckbacher)
  • Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Rai­ten­hart (Vor­sit­zen­der: Andre­as Stem­mer, Kom­man­dant: Max Holzmann)
  • KSK Rai­ten­hart (Vor­sit­zen­der: Alfred Speckbacher)
  • Huber­wirt­schüt­zen Ober­holz­hau­sen (1. Schüt­zen­meis­ter: Max Unter­hu­ber), sie­he Face­book­sei­te der Schützen